Unsere Guidelines – Klimacamp

Unsere Guidelines

Das Klimacamp ist ein Projekt und ein Ort, der den Umgang mit Geld und das allgemeine Verständnis von Arbeit hinterfragt. Wir stehen vielen Aspekten des aktuellen Verständnises, der Ideologie und Organisation von Arbeit für Geld sehr kritisch gegenüber. Geld, ganz besonders die ungleiche Verteilung dessen, ist an der Wurzel eine der krassesten Ungerechtigkeiten auf der Welt. Mehr zu diesem Thema kannst du in unserem Visionspapier nachlesen.

Nichtsdestotrotz ist Geld eine Lebensrealität, die wir nicht ignorieren können und wollen,weil es ein wichtiger Teil der Welt ist, in der wir uns bewegen. Wir möchten uns nicht von Geld treiben und verformen lassen, sondern es als ein Tool und Gestaltungsmittel sehen und aktiv selbst gestalten. Ein Klimacamp kostet auch Geld und wir möchten das nötige so sinnvoll und verantwortungsvoll wie möglich nutzen.

Als Gruppe haben wir uns entschieden, von welchen Quellen wir Geld annehmen wollen und unter welchen Bedingungen. Wir haben uns auch entschieden, einige Geldquellen aus Prinzip auszuschließen. Darüber kann diskutiert werden, doch wir haben uns bemüht, einen Kompromiss zu finden zwischen unseren Werten treu bleiben und uns nicht für Geld an Unternehmen verkaufen, deren Werte nicht mit unseren übereinstimmen, und trotzdem pragmatisch zu bleiben und Geld so gut wie möglich einzusetzen.

Sehr gerne nehmen wir:

  • Campbeiträge von Campteilnehmer*innen
  • von Studienvertretungen (ÖH, Studienrichtungsvertretungen, BaGrus etc.)
  • von Stiftungen
  • individuellen Spenden
  • Spenden durch Verkauf unserer Materialien
  • Erlöse aus Soli-Events

Etwas unklarer und subjektiver wird es bei Parteien.

Von Parteien nehmen wir nur Geld, wenn sie:

  • … unseren Werten nicht ganz konträr gegenüber stehen.
  • … ihr Logo nicht auf dem Camp oder der Website haben wollen.
  • …sich nicht mit uns profilieren wollen (z.B. Fotos von uns und dem Camp auf ihrer Website haben wolllen).
  • … stattdessen das Geld aus Überzeugung und reiner Unterstützung für das Camp spenden.

Auch bei for-profit-Unternehmen fällt es uns nicht leicht, Differenzierungen zu treffen.
Prinzipiell gilt:

  • Wir nehmen finanzielle Spenden gerne an, wenn keine Gegenleistung (wie z.B. Werbung oder Sichtbarkeit am Camp) verlangt wird.
  • Wir nehmen Sachspenden gerne an, wenn die Logos nicht zu dominant sichtbar sein müssen und keine zusätzliche Werbung verlangt wird.
  • Wir wollen keine kommerzielle Werbung am Camp oder auf unserer Website.
  • Unternehmen, deren Unterstützung wir besonders gerne annehmen, sind “transformative” Unternehmen,
    • … die auf überzeugende Art und Weise ein umwelt- oder sozialpolitisches Thema bearbeiten
    • … deren Mission transformative Elemente hat (z.B. Werteverschiebung von “Privatbesitz” zu “Teilen”, alternative Konzepte von “Arbeit”, alternative Führungsmodelle etc.)
    • … die mit ihren Zielen und Erreichung derer offen und transparent umgehen.
  • Große “Bad Boys” würden wir als Unterstützer*innen ausschließen (z.B. OMV, Coca Cola, Bayer).
  • Wir legen hier auf der Website zu 100 % offen, von wem wir finanzielle und materielle Unterstützung bekommen. Die Liste aller Unterstützer*innen findest du hier.